Gerade während der Corona-Pandemie merken wir wie verwoben unser berufliches, privates und gesellschaftliches Leben ist, wie sehr eins vom anderen abhängt, wie sehr sich eine Schieflage in einem Bereich auf die anderen auswirkt!
Wohl dem, der frühzeitig vorgesorgt, Puffer eingeplant und Vorräte angelegt hat von denen er dann in der Krise zehren kann. Ich denke da oft an meine Großmutter. Sie hatte neben der Küche eine Speisekammer, in der die notwendigsten Nahrungsmittel für die Woche aufbewahrt wurden um die siebenköpfige Familie zu versorgen. Gleich gegenüber lag die Tür zum Vorratskeller, wo auf geräumigen Stiegen Äpfel lagerten umringt von zahlreichen Regalbrettern mit Eingemachtem wie Bohnen oder Erbsen – mein Liebstes waren allerdings die Süßkirschen und die selbstgekochte Johannisbeermarmelade – separat dazu der Kartoffelkeller. Es gab also alles was das Herz begehrte … auch wenn oben im Kühlschrank gerade mal Ebbe herrschte. Von solcher Fülle kann man lange zehren, wenn man denn bei Zeiten eingeweckt und eingekocht hat.
Ganz genau so ist es eigentlich auch mit einem gesunden Leben und Arbeiten. Wir zehren von finanziellen Rücklagen, einem gesunden und widerstandsfähigen Körper, schönen Erinnerungen, guten Gewohnheiten und stabilen sozialen Netzen, die wir bereits lange zuvor aufgebaut haben.
Zum Glück lässt sich unsere Widerstandskraft jederzeit stärken, dazu ist es nie zu spät!
